Die Mühle zur DDR Zeiten

In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges wurden das Gutshaus und der Pferdestall von den Alliierten beschossen, da bis zuletzt Angehörige der deutschen Wehrmacht sich dort verschanzt hatten. Beide Gebäude wurden erheblich beschädigt und nur zum Teil wieder aufgebaut. Das vorher zweigeschossige schlossähnliche Gutshaus erhielt ein einfaches Satteldach und wurde auch in der Länge nicht mehr voll aufgebaut (nur ca. 2/3 der Grundfläche ist heute noch bebaut). Der Pferdestall ist heute auf circa 1/3 seiner ursprünglichen Grundfläche reduziert. Anstelle des zerstörten Teils erhielt der Pferdestall einen Garagen- und Werkstattgebäudenanbau.

Während der DDR-Zeit wurde das Anwesen überwiegend als Landwirtschaftsbetrieb zur Gänse- und Broilerzucht (ein ÖLB = Örtlicher Landwirtschaftsbetrieb, ab ca. 1950 VEG = Volkseigenes Gut) genutzt. Auf dem ehemaligen Gutspark wurden 5 Aufzuchthallen, ein 6-Wohneinheiten-Block, ein Lehrlings- und Ausbildungswohnheim und weitere Nebengebäude errichtet.

Bis in die 50er Jahre hinein war die Fleether Mühle imstande, jegliches Getreide zu mahlen und zuzubereiten. Mit der Umstellung auf eine neue Technik im Jahre 1955 wurden viele der alten Maschinen und Apparaturen ausrangiert und verschrottet, obwohl sie noch funktionstüchtig waren. Aus der alten leistungsfähigen Mühle wurde "nur" noch ein Mischfutterwerk.

Im Jahr 1957 wurde Fleeth und Fleether Mühle mit dem Ort Diemitz zusammengeschlossen, nachdem die landwirtschaftliche Nutzung bereits vorher zusammengeführt wurde. 2004 wurden Fleeth, Fleether Mühle und Diemitz in die Stadt Mirow eingemeindet und sind bis heute eigenständige Ortsteile von Mirow. Im Jahre 2011 wohnen 54 Einwohner ganzjährig in Fleeth und 6 Einwohner in Fleether Mühle.